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Warum es eine Frauengruppe braucht



Frauen sind Menschen, Rechte sind Rechte. Logischerweise gelten also Menschenrechte auch für Frauen. Weltweit zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Frauen werden diskriminiert, misshandelt und ausgenutzt, gerade weil Sie Frauen sind - sei dies durch den Staat, das gesellschaftliche oder familiäre Umfeld: Gewalt gegen Frauen ist in allen Ländern rund um den Erdball über die Grenzen von Wohlstand, Ethnie und Kultur hinweg eine Realität mit System.

Jedoch wird das zugrunde liegende System nicht nur gerne und oft abgestritten, verneint oder nicht wahrgenommen, nein, sogar die Universalität der Menschenrechte wird in Frage gestellt, sobald es um frauenspezifische Menschenrechtsverletzungen geht: Kulturrelativistische oder religiöse Argumente werden viel häufiger im Zusammenhang mit Geschlechterrollen und Sexualität vorgebracht als in jedem anderen menschenrechtsrelevanten Kontext.

Patriarchale Denkmuster und männerdominierte Strukturen lassen die untergeordnete Stellung und die Kontrolle über Frauen als gegeben erscheinen. Einige Resultate dieses ungleichen Machtverhältnisses:

  • 60 Millionen Frauen fehlen durch Abtreibung auf dieser Welt, weil Sie als weniger wertvoll als männliche Nachkommen erachtet werden
  • Frauen werden überproportional oft gehandelt (Prostitution, Haushalt) und zur Ware degradiert
  • um weibliche Sexualität zu kontrollieren, werden Millionen von Mädchen genitalverstümmelt
  • Frauen sind sogar Gewalt von Partner und Familie ausgesetzt: in der Schweiz jede fünfte Frau
  • Vergewaltigung wird als Kriegswaffe eingesetzt
  • Frauen erhalten für gleiche Arbeit oft viel weniger Lohn
  • Ohne Sensibilisierung zu diesem Thema und die wiederholte Forderung für eine kompromisslose Akzeptanz und Durchsetzung der Gleichstellung wird sich diese traurige Situation nicht ändern.